- Abteilungen
- Ehemalige Forschungsgruppen
Ehemalige Forschungsgruppen
Arbeitsgruppe Mikrosensoren
In der Arbeitsgruppe Mikrosensoren werden unter der Leitung von Dr. Dirk de Beer elektrochemische und optische Mikro-Messfühler entwickelt. Diese erfassen in Sedimenten und anderen natürlichen Lebensgemeinschaften von Mikroorganismen (Biofilme, Mikrobenmatten) die räumliche Verteilung sowohl von Sauerstoff, Stickstoffverbindungen, Schwefelwasserstoff und anderen Substanzen als auch die von Licht – und das mit einer hohen räumlichen Auflösung im Mikromaßstab von 0,01 bis 0,1 Millimeter.
Die Hauptthemen sind die Regulation der Kreisläufe von Sauerstoff, Schwefel und Kohlenstoff durch die vorrangigen mikrobiellen Prozesse.
Max-Planck-Forschungsgruppe Mikrobielle Metabolismen
Die Max-Planck-Forschungsgruppe Mikrobielle Metabolismen unter der Leitung von Tristan Wagner will auf molekularer Ebene verstehen, wie Methanogene in extremen Umgebungen überleben und wachsen. Wie erzeugen sie so effizient Methan aus verschiedenen Kohlenstoffquellen? Wie wandeln sie Mineralien in die elementaren Bausteine des Lebens um? Und wie schützen sie sich gegen Belastungen aus ihrer natürlichen Umgebung?
Max-Planck-Forschungsgruppe Archaea Virologie
Die Max-Planck-Forschungsgruppe Archaea-Virologie unter der Leitung von Susanne Erdmann erforscht die Bildung von Membranvesikeln in Archaeen, die Bildung von Plasmidvesikeln und die Wechselwirkungen zwischen Membranvesikeln und Viren.
Max-Planck-Forschungsgruppe Öko-Evolutionäre Interaktionen
© Max-Planck-Institut für Marine Mikrobiologie/L. Wilkins
Die Max-Planck-Forschungsgruppe Öko-Evolutionäre Interaktionen unter der Leitung von Dr. Laetitia Wilkins erforscht wie sich Muscheln und ihre mikrobiellen Partner während eines massiven allopatrischen Artbildungseignisses, das durch den Anstieg des Isthmus von Panamá verursacht wurde, an unterschiedliche Umweltbedingungen angepasst haben.
Die Motivation für diese Forschungsarbeit ist es, bei der Untersuchung der Evolution von Wirt und Mikrobe von der Korrelation zur Kausalität überzugehen. Da sich die Ozeane aufgrund menschlicher Aktivitäten stark verändern (z. B. Erwärmung und Versauerung der Meere), ist die Frage, wie sich Tiere und Pflanzen an eine sich verändernde Umwelt anpassen, heute mehr denn je eine der wichtigsten Fragen der Meeresbiologie. Um künftige Reaktionen vorherzusagen, können wir die Vergangenheit erforschen und geologische Ereignisse nutzen, die wertvolle Einblicke in Anpassungsmechanismen bieten.
MARUM MPG Brückengruppe Marine Glykobiologie
Die Brückengruppe Marine Glykobiologie unter der Leitung von Dr. Jan-Hendrik Hehemann und in Zusammenarbeit mit dem MARUM in Bremen beschäftigt sich mit bestimmten Zuckern, den sogenannten Polysacchariden, die in Algen enthalten sind. Diese Polysaccharide können einen wichtigen Faktor im marinen Kohlenstoffkreislauf darstellen – sie haben massiven Einfluss darauf, wieviel Kohlenstoff im Ozean gespeichert werden kann.
Dennoch ist nur wenig über den Aufbau und die bakterielle Zersetzung der Polysaccharide bekannt. Das zu ändern haben sich Jan-Hendrik Hehemann und seine Gruppe zum Ziel gesetzt.
Max-Planck-Forschungsgruppe Isotopengeochemie
Die Max-Planck-Forschungsgruppe Marine Isotopengeochemie unter Leitung von Dr. Katharina Pahnke-May und in Zusammenarbeit mit dem ICBM in Oldenburg nutzt radiogene Isotope, um die Herkunft und Transportwege von Wassermassen und terrigenem Material zu verfolgen und zu entschlüsseln.
Die Messung dieser Isotope im Meerwasser gibt Aufschluss über Prozesse und Wassermassenverteilungen im heutigen Ozean, während die Untersuchung von fossilen marinen Sedimenten Einblicke in die Veränderungen von Ozeanzirkulation und Sedimenttransport im Zusammenhang mit Klimaschwankungen in der Vergangenheit erlaubt.
Abteilung Mikrobiologie
Die Abteilung Mikrobiologie, von Prof. Dr. Friedrich Widdel geleitet, erforscht die Physiologie und Vielfalt aquatischer Bakterien. Besonders interessieren sich die Forscher*innen hier für jene Mikroorganismen, die am Kohlenstoff-, Stickstoff-, Schwefel- und Eisen-Kreislauf beteiligt sind. Dazu isolieren sie diese Bakterien im Labor. So können sie anschließend unter streng kontrollierten Bedingungen untersucht werden.
Die Arbeiten erfolgen in enger Zusammenarbeit mit der Abteilung Molekulare Ökologie. Forschungsschwerpunkte sind der anaerobe Abbau langlebiger Substanzen, wie Kohlenwasserstoffe, und die Physiologie von sulfatoxidierenden und -reduzierenden Bakterien.