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Tatiana Ilyina wird Direktorin am Max-Planck-Institut für Marine Mikrobiologie

16.02.2026

Die Klimaforscherin Tatiana Ilyina verstärkt unser Direktorium und erweitert unsere Forschung mit einer neuen Abteilung. Wir heißen sie herzlich willkommen und freuen uns auf die Zusammenarbeit!

Unser Institut wächst! Seit Februar 2026 verstärkt Tatiana Ilyina das Direktorium des Max-Planck-Instituts für Marine Mikrobiologie (MPIMM) und leitet damit einen Generationswechsel ein. Die renommierte Klimaforscherin wird ihr herausragendes Fachwissen zum Kohlenstoffkreislauf im Meer und dessen Rolle für das Klima einbringen, um unseren Forschungsschwerpunkt zu stärken, zu erweitern und den aktuellen Herausforderungen in der Meeresforschung anzupassen. Ihr Schwerpunkt liegt dabei auf der Integration aktueller Erkenntnisse aus der Mikrobiologie in Erdsystemmodelle. Derzeit baut sie ihr Team am Bremer Max-Planck-Institut auf, im Mai 2026 wird sie ihre Tätigkeit als Direktorin vollumfänglich aufnehmen.

„Wir sind sehr glücklich und stolz, Tatiana hier in Bremen willkommen zu heißen“, sagt Rudolf Amann, Geschäftsführender Direktor des MPIMM. „Mit ihrer Expertise und ihrem Engagement werden wir weiterhin herausragende und wichtige Forschung betreiben. Darüber hinaus wird Tatiana unser Institut mit ihrer offenen Art, ihren Führungsqualitäten und ihrer hervorragenden Nachwuchsförderung wesentlich bereichern.“

Tatiana Ilyina
Tatiana Ilyina © Bettina Diallo/Max-Planck-Institut für Meteorologie

Modellierung des marinen Kohlenstoffkreislaufs im System Erde

Tatiana Ilyina ist Professorin für Erdsystemwissenschaften an der Universität Hamburg und am Helmholtz-Zentrum Hereon. Von 2010 bis 2026 leitete sie die Forschungsgruppe „Ozeanische Biogeochemie” am Max-Planck-Institut für Meteorologie. Ilyina leistet einen bedeutenden Beitrag zur Klimaforschung, indem sie Erdsystemmodelle entwickelt und nutzt, um den Kohlenstoffkreislauf im Meer und dessen Rolle für unser Klima besser zu verstehen. Für ihre herausragenden Leistungen erhielt sie 2025 die begehrte Fritjof-Nansen-Medaille der European Geosciences Union, einen der wichtigsten Preise für Ozeanographie.

„Ich beschäftige mich hauptsächlich damit, den Kohlenstoffkreis im Ozean zu modellieren“, sagt Ilyina. „Der Klimawandel ist vor allem ein Problem des Kohlendioxids. Um es anzugehen, bedarf es einer raschen Dekarbonisierung, die sich auf Vorhersagemodelle anthropogener Kohlendioxidquellen und -senken stützt.” Das Meer ist das größte Reservoir für Kohlenstoff, er tauscht Kohlendioxid mit der Atmosphäre aus. Obwohl Mikroorganismen maßgeblich beeinflussen, wie Kohlenstoff im Meer transportiert und gespeichert wird, kommen sie in Modellen des Erdsystems kaum vor.

„Damit werde ich mich hauptsächlich beschäftigen“, fährt Ilyina fort. „Die Einbindung neuer empirischer mikrobiologischer Erkenntnisse in die nächste Generation von Erdsystemmodellen, die in der Lage sind, Prozesse auf horizontalen Skalen von etwa einem bis mehreren hundert Kilometern im Meer und in der Atmosphäre abzubilden, bietet große Chancen für neue Entdeckungen. Als Direktorin am Max-Planck-Institut für Marine Mikrobiologie bin ich in einer einmaligen Position, diese Einbindung voranzutreiben und wissenschaftlich voll auszuschöpfen. Ich freue mich sehr darauf, am Institut mein Fachwissen im Bereich Modellierung mit den neuen Trends in der Meeresmikrobiologie zu verbinden. Die Region Bremen ist aufgrund ihrer außergewöhnlichen Stärke in den Meereswissenschaften der ideale Ort für diese Arbeit. Ich werde gerne dazu beitragen, ein Umfeld für gemeinsame Forschung zu schaffen, das mutige Ideen, eine umfassende Zusammenarbeit zwischen den Fachrichtungen und eine nachhaltige wissenschaftliche Wirkung ermöglicht.“

Das Direktorium – Rudolf Amann, Nicole Dubilier und Marcel Kuypers – sowie alle unsere Mitarbeitenden heißen dich und deine Gruppe herzlich willkommen!

Rückfragen bitte an:

Pressereferentin

Dr. Fanni Aspetsberger

MPI für Marine Mikrobiologie
Celsiusstr. 1
D-28359 Bremen

Raum: 

1345

Telefon: 

+49 421 2028-9470

Dr. Fanni Aspetsberger
 
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