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Expertise im Doppelpack: Zwei neue Abteilungen am MPI für Marine Mikrobiologie
Es ist ein großer Schritt für das Bremer Max-Planck-Institut für Marine Mikrobiologie ebenso wie für die deutsche Meeresforschung: Mit zwei neuen Abteilungen verjüngt sich unser Direktorium, und es kommen ganz neue Forschungsimpulse an unser Institut. Die Klimaforscherin Tatiana Ilyina und der Ökologie Jean-Baptiste Raina, beide hoch angesehen in ihren Fachgebieten, werden die bestehende Expertise am Bremer Max-Planck-Institut erweitern und an die aktuellsten Herausforderungen der Meeresforschung anpassen.
Die offizielle Begrüßung der neuen Direktoren fand am 17. September 2026 in den Räumlichkeiten des Instituts statt. Nach Begrüßungsworten des Geschäftsführenden Direktors Prof. Dr. Rudolf Amann folgten im vollbesetzten Auditorium Festreden von Karolina Kumar, Staatsrätin bei der Senatorin für Umwelt, Klima und Wissenschaft, Dr. Mandy Boehnke, Konrektorin für Internationalität, wissenschaftliche Qualifizierung und Diversität der Universität Bremen, und Prof. Dr. Patrick Cramer, Präsident der Max-Planck-Gesellschaft. Im Anschluss präsentierten die neuen Direktoren in wissenschaftlichen Vorträgen ihr Forschungsgebiet.
Ein herzliches Willkommen
„Wir sind stolz, dass wir diese herausragenden Talente für uns gewinnen konnten“, sagt der Geschäftsführende Direktor Rudolf Amann. „In den letzten Monaten habe ich die beiden als tolle Kolleginnen und Kollegen kennengelernt. Sie werden das Institut in eine spannende Zukunft führen, und gemeinsam werden wir die Forschung substanziell voranbringen.“
„Diese Berufungen am Max-Planck-Institut in Bremen leisten einen wichtigen Beitrag dazu, dass Bremen auch weiterhin ein Zentrum für Exzellenz in der Meeresforschung bleibt“, betonte Karolina Kumar.
„Es ist großartig zu sehen, wie herzlich die neue Direktorin und der neue Direktor hier in Bremen empfangen werden – ihr Amtsantritt läutet eine neue Ära für dieses Institut ein“, bemerkte Patrick Cramer.
Über Größenordnungen hinweg
Von globaler Modellierung bis zur molekularen Kommunikation – die beiden neuen Abteilungen umspannen viele Größenordnungen. Während sich Ilyina damit beschäftigt, wie man Erkenntnisse aus der Mikrobiologie in Erdsystemmodelle integrieren kann, konzentriert sich die Forschung von Raina auf die Interaktionen einzelner Mikroben und deren Auswirkungen auf die Lebensräume im Meer.
„Unsere Arbeit wird dazu beitragen, den Kohlenstoffkreislauf im Meer und seine Rolle in unserem Klima besser zu verstehen”, sagt Tatiana Ilyina, die ihre Abteilung für Ozean-Biosphäre-Dynamik seit diesem Frühling leitet. „Ich freue mich wirklich sehr darauf, mein Wissen über Modellierung mit den aktuellen Entwicklungen in der marinen Mikrobiologie am Bremer Max-Planck-Institut zu verbinden. Die Region Bremen bietet dafür ideale Voraussetzungen.”
Jean-Baptiste Raina und sein Team erforschen die Wechselwirkungen zwischen Meeresbewohnern und ihren mikrobiellen Symbionten im Mikrometerbereich. „Mit meiner Abteilung für Chemische Ökologie möchte ich wichtige mikrobielle Wechselwirkungen identifizieren, deren Auswirkungen auf einzelne Zellen messen und untersuchen, wie sie sich auf marine Ökosysteme auswirken. Ich kann mir dafür keinen besseren Ort als das Max-Planck-Institut in Bremen vorstellen. Ich bin sehr dankbar, diese Chance bekommen zu haben und wirklich gespannt auf das, was vor uns liegt“, so Raina.
In ihren Abteilungen werden Ilyina und Raina außerdem junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler betreuen und die nächste Forschendengeneration auf den Weg bringen. So unterstützen sie das Wachstum unseres Instituts und der Bremer Meeresforschung im Allgemeinen und tragen dazu bei, neueste Forschungstrends zu etablieren.
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